Entstehungsgeschichte

Unser Verein hat natürlich auch eine Vorgeschichte, diese beginnt im Jahr 2013 und sie beginnt mit Jutta Kalamishi, die auch heute noch eine tragende Persönlichkeit im Verein ist. Leider gibt es auch im Tierschutz schwarze Schafe und an solche war Jutta geraten, als sie sich für Hunde in Rumänien engagierte. Nachdem sie sich dort zurück gezogen hatte, erzählte ihr eine Freundin von einer jungen Frau in Serbien, die sich dort privat um einige Hunde kümmerte und Hilfe benötigte. Um nicht erneut eine Enttäuschung zu erleben setzte sich Jutta kurz entschlossen ins Auto und fuhr nach Serbien, um dort die Lage in Augenschein zu nehmen.
Diese junge Frau war niemand anders als Dragana Penic, aus der kleinen Stadt Aleksinac in Serbien. Auf dem Grundstück ihrer Schwiegereltern, das ca. 30 Minuten Fahrzeit von ihrer Wohnung entfernt, auf dem Land liegt, kümmerte sich Dragana um einige verletzte und ausgesetzte Hunde, die sie dort pflegte und versorgte.


Für Jutta war klar, hier muss geholfen werden und nachdem die Schwiegereltern, die auch heute noch dort wohnen, ihr Einverständnis gegeben hatten, das Grundstück herzurichten, machte sich Jutta nach ihrer Rückkehr sofort daran Geld für das Projekt zu sammeln. Im April 2014 war es dann soweit, der erste Umbau konnte in Angriff genommen werden. Zeitgleich gründete sie die Facebookgruppe „Serbische Fellnasen brauchen Eure Hilfe ! Patenschaften und Spenden !“ , denn es mussten ja weiterhin fleißig Spenden gesammelt werden um den gesamten Ausbau des Grundstückes voranzutreiben. Waren es am Anfang zwischen 10 und 20 Hunde, die bei Dragana unterkamen, sind es heute zwischen 60 bis 70, die gefüttert und tierärztlich versorgt werden müssen und da keine Fellnase im Stich gelassen werden soll, sind auch einige auf Pflegeplätzen in Serbien untergebracht, das Alles wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, den Flohmarktverkauf und anderweitige Aktionen finanziert.


Um all den Fellnasen, die heute bei Dragana behütet und in Sicherheit leben und auf ihr eigenes Körbchen warten Unterkunft bieten zu können, wurde im Juni 2015 mit der Erweiterung begonnen. Obwohl Draganas Mann ohne Bezahlung mitarbeitete und half wo er nur konnte, mussten auch Arbeiter und das Material bezahlt werden.


Durch die stetige Erweiterung des kleinen Tierheim`s gab es dann die Überlegung einen Verein zu Gründen und da eine Vereinsgründung in Österreich schon mit 3 Mitgliedern möglich ist, war es dann im Oktober 2016 soweit. Der Verein „soulsofstrays“ wurde dort eingetragen. Da es unter den Hunden auch einige Kletterer gibt, machte es wenig Sinn einen Zaun zu ziehen, also wurde 2017 eine Mauer um das Gelände errichtet, damit die Hunde in Sicherheit leben und toben können. Nachdem Österreich die Tierschutzgesetze drastisch veränderte, wurde beschlossen den Verein auch in Deutschland eintragen zu lassen, wo er dann auch im Herbst 2017 unter dem Namen „Hoffnung für Pfötchen" in das Vereinsregister eingetragen wurde und kurze Zeit später auch bis heute noch die Gemeinnützigkeit erhielt.

Dragana und ihre Arbeit vor Ort

Wie bereits erwähnt lebt Dragana Penic in Aleksinac, einer kleinen serbischen Stadt. Das Tierheim befindet sich etwa 30 Minuten Fahrzeit von ihrer Wohnung entfernt, auf dem Land. Das Grundstück auf dem sich das Tierheim befindet gehört ihren Schwiegereltern, die da auch wohnen. Etwa auf halben Weg, etwas abgelegen befindet sich das von uns als Bauland bezeichnete Firmengelände eines Bekannten von Draganas Mann. Dieser Bekannte betreibt einen kleinen Baustoffhandel. Auf dem Grundstück werden Baumaterialien gelagert. Da dieses Gelände etwas abgelegen ist, werden auf diesem Grundstück des öfteren Hunde entsorgt, sprich ausgesetzt. Mitarbeiter der Firma haben diese Hunde bisher immer wieder gefüttert, da sie aber sehr arm sind, leider nur mit altem Brot. Mittlerer Weile hat Dragana es sich zur Aufgabe gemacht diese Hunde, und Hunde die auf den um Aleksinac liegenden Müllhalden nach Freßbarem suchen, regelmäßig mit Futter zu versorgen. Ihr Mann Dragan, der täglich seiner Arbeit nach gehen muß, hat in seiner Freizeit Hundehütten gebaut und auf dem Bauland aufgestellt, damit die Hunde, besonders die Hundemamas mit ihren Welpen, wenigstens etwas Schutz finden können, besonders in den bitterkalten Wintermonaten. Das Material für die Hütten wurde durch Spendengelder von unserem Verein finanziert, gebaut hat sie Dragan ohne dafür bezahlt zu werden.


Was das für eine Mammutaufgabe trotz tatkräftiger Unterstützung durch die Familie, für eine Frau ist, kann man am Besten so umschreiben. Dragana und ihr Mann haben einen schulpflichtigen Sohn und eine kleine Tochter, das bedeutet mehrmals täglich zwischen Wohnung und Tierheim pendeln, zusätzlich regelmäßig die einschlägigen Futterstellen abfahren. Oft findet sie dabei kranke oder verletzte Tiere, die sie dann einsammelt und tierärztlich versorgen lässt. Tierärztliche Versorgung der Hunde im Tierheim. Untersuchungen, Impfungen, Sterilisationen, immer müssen die Tiere in die Stadt zum Tierarzt verbracht werden und anschließend wieder zurück, da es keine Tierklinik gibt, wo die Tiere nach einer OP verbleiben können. Trotz all der Mühe setzt sie sich unermüdlich für diese armen Seelen der Straße ein, selbst als sie schwanger war, hat sie sich keine Auszeit gegönnt. Bis zum letzten Tag vor der Geburt und auch gleich danach hat sie sich um die Fellnasen gekümmert.


Sie fragen sich .....warum?


In Serbien sind Tiere, besonders Hunde und Katzen nichts wert. Um die Tiere wird sich in der Regel nicht gekümmert. Gesundheit und Kastration interessiert keinen. Sind die Tiere alt, krank, verletzt oder gibt es unerwünschten Nachwuchs, werden die Tiere irgendwie entsorgt, wie man bei uns Müll entsorgt. Ja, es gibt öffentliche Tierheime in Serbien, aber diese sind mit unseren Tierheimen hier nicht vergleichbar. Dort gibt es keinerlei medizinische Versorgung für die Tiere, sie werden oft nur unzureichend mit Futter versorgt, meist nur mit altem verschimmeltem Brot. Die Tiere sind voller Parasiten und vegetieren in engen und dreckigen Zwingern vor sich hin. Meist sind die Zwinger überfüllt und es kommt zu Beißereien unter den Hunden, die auch öfters mal ein Tier mit dem Leben bezahlt.


Das ist es was Dragana antreibt und deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Fellnasen, möglichst schnell ein liebevolles Zuhause finden, damit Dragana weiterhin möglichst viele arme Seelchen von der Straße zu sich holen kann um ihnen zu zeigen, dass es auch noch ein paar gute Menschen gibt. Alle Tiere im Tierheim und auch vom Bauland, sowie von den Müllkippen, sofern sie sich einfangen lassen, werden sterilisiert. Welpen natürlich erst, wenn sie das nötige Alter erreicht haben.

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